Hallenbauer ELF setzt individuelle Gestaltung um
Optisch sehr gelungen präsentiert sich der Neubau der Halle für den Winzerbetrieb von Bastian Petry in Massenheim bei Hochheim im Rheingau. Die Weinhalle mit Vinothek mit vielen Holzelementen wurde in die Produktionshalle von ELF. integriert.
Die neue Halle im Außenbereich des Hochstadter Ortsteils Massenheim ist für Bastian Petry wirtschaftliche Grundlage für sein Weingut. In der Satteldach-Halle mit den Maßen 42 x 20 Meter ist Platz für Maschinen und die gesamte Weinproduktion inklusive Flaschenlager und Vinothek. Die Halle ist vollgedämmt, so dass sie auch bei einer eventuellen Betriebserweiterung alle Nutzungsoptionen offenlässt.
Die Planung erfolgte gemeinsam mit einem Architekturbüro aus Mainz. Bastian Petry hatte sehr genaue Vorstellungen, wie die Winzerhalle aussehen sollte. Als Außenfarbe dominiert anthrazitgrau, der Innenbereich ist in lichtgrau gehalten. „Wir haben das Farbkonzept des Architekten komplett umgesetzt“, berichtet Gebietsverkaufsleiter Frank Steinbrecher. An der Außenfassade wurden die Dachrinnen und Jalousienkästen in Anthrazit lackiert, die glatten Sandwichelemente verdeckt befestigt. Im Innenbereich erhielten alle Verbindungselemente wie Wandriegel und Fetten ebenfalls eine farbige Beschichtung. „Solche Kundenwünsche können wir durch unsere eigene Lackieranlage umsetzen“, hebt Steinbrecher hervor. Ein Alleinstellungsmerkmal, dass individuelles Bauen möglich macht.
Die 840 m² große Halle zeichnet sich durch ihre Funktionalität aus. Sie besteht aus einer Stahlrahmenkonstruktion und steht auf einer Stahlbetonplatte mit Streifenfundamenten. Die Firsthöhe beträgt 8,63 m, die Traufhöhe 5,88 m. Die Halle ist in vier Bereiche unterteilt: An der hinteren Giebelseite befindet sich der Platz für die Maschinen und Weinbauanbaugeräte. Daran schließt sich das Lager für Flaschen an. Den meisten Platz der Weinhalle nimmt der mittig gelegene Produktionsbereich für die Weinbereitung und der Abfüllanlage ein. Im vorderen Bereich befindet sich die Vinothek.
Bastian Petry schwebte eine funktionale, optisch schöne Halle vor, die ihn in der Betriebsentwicklung nicht einschränkt. In die Maschinenhalle gelangt man über ein großes Tor an der hinteren Giebelseite. Das Flaschenlager ist auch durch zwei seitliche Tore zu erreichen, die als Durchfahrt genutzt werden können, wenn es gewünscht ist. Zwischen allen Hallenabschnitten im Produktions- und Maschinenbereich befinden sich Zwischenwände mit großen Rolltoren, die per Funk-Fernbedienung geöffnet werden können. Petry war wichtig, dass die Bereiche voneinander getrennt werden können. Dadurch wird gewährleistet, dass beispielsweise bei Arbeiten in der Maschinenhalle kein Dreck und Staub in den Produktionsbereich gelangt. Die Fassade, die Innenwände und das Dach bestehen aus Sandwichelementen mit 120 mm Dämmung. „Die Halle ist top gedämmt, im Sommer wie im Winter“, sagt Petry. Im Dach befinden sich Lichtkuppeln, die im Brandfall rauch- und wärmeableitend wirken.
Die Vinothek setzt sich durch einen Wandvorsprung im Eingangsbereich optisch deutlich von der bewusst schlicht gehaltenen Weinhalle ab. Die Außen- und Innenwände im Bereich der Vinothek wurden gemauert und teilweise verputzt. Die Fassade zur Terrasse hin ist raumhoch verglast und zwischen den Fenstern mit Holzlamellen verkleidet. Jalousien sorgen an heißen Sommertagen für Beschattung. Sie verschwinden in einem farblich auf die Fassade abgestimmten Rollladenkasten, der sich optisch perfekt in das Gesamtbild einfügt. Hinter dem Raum für die Bewirtung von 30 Gästen sind ein Büro, sanitäre Anlagen und eine Küche untergebracht. Die Vinothek ist mit einer Zwischendecke versehen. Im Obergeschoss befinden sich unter anderem der Technikraum für Elektrik und Internet sowie ein Lagerraum. Für die Warmwassergewinnung und Beheizung wurde eine Luft-Wasser-Wärmepumpe eingebaut.
„Ich würde die Halle heute genauso wiederbauen“, sagt Bastian Petry. Sie ermöglicht ihm reibungslose Arbeitsabläufe, bietet genügend Platz für die Weinproduktion und lässt Spielraum für eine Erweiterung des Weinguts. Sein Anspruch an die Optik von Weinhalle und Vinothek war hoch. Dank der individuellen Gestaltungsmöglichkeiten der E-L.F-Hallen ist die Umsetzung der persönlichen Vorstellung des Winzers gelungen.
Weitere Informationen zu diesem spannenden Projekt liefert der Bericht des Landwirtschaftlichen Wochenblatts.
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Auch das Deutsche Weinmagazin liefert einen interessanten Artikel zu dem Projekt.