Mit einem symbolischen Spatenstich hat die E.L.F. Hallen- und Maschinenbau GmbH am Werkssitz in Holzminden jetzt den offiziellen Startschuss für ein umfassendes Investitionsprogramm mit einem Volumen von rund fünf Millionen Euro bis 2028 gegeben. Ziele sind neben dem Ausbau der Kapazitäten die Effizienzsteigerung der Produktionsabläufe sowie eine deutliche Verbesserung der Klima- und Energiebilanz. Die Weiterentwicklung der Produktionsprozesse soll es zudem ermöglichen, neue Marktanforderungen optimal bedienen zu können.
Neubau einer Produktions- und Lagerhalle erweitert Kapazitäten
Das Investitionsprogramm startet mit der baulichen Erweiterung durch den Neubau einer zusätzlichen Produktions- und Lagerhalle, mit der das Unternehmen seine Flächenkapazitäten deutlich erweitert. Die neue Halle wird als unbeheizte Kalthalle mit Satteldach errichtet und misst 45 Meter in der Länge sowie 25 Meter in der Breite. Ausgestattet ist sie mit einer 10-Tonnen-Brückenkrananlage sowie einer besonderen Einfahrt: Ein rund 15 Meter breites Rolltor ermöglicht die flexible Anlieferung großformatiger Materialien. Die zusätzliche Fläche dient sowohl der Produktion als auch der Lagerung und schafft neue logistische Spielräume.
Ausbau der Photovoltaik und Eigenenergieversorgung
Mit dem Neubau geht auch ein weiterer Ausbau der betriebseigenen Photovoltaik einher. Auf dem Hallendach wird eine neue Anlage installiert, die die beiden bereits bestehenden Photovoltaikanlagen ergänzt. Perspektivisch steigt die installierte Gesamtleistung am Standort auf rund 800 Kilowattpeak. Mit dem Ausbau der Eigenenergieversorgung sollen künftig große Teile der Produktionsprozesse – darunter Stahlverarbeitung, Schweiß- und Lackierarbeiten – aus selbst erzeugtem Strom betrieben werden. Auch ein neu angeschaffter Elektrostapler wird in dieses Energiekonzept eingebunden.
ELF Hallenbau: Investition in Maschinen und Produktionsprozesse
Die Hallenerweiterung ist Teil eines Investitionsprogramms mit einem Gesamtvolumen von knapp fünf Millionen Euro, das E.L.F. Hallenbau bis 2028 umsetzt. Ziel ist es, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern, Produktionsprozesse weiterzuentwickeln und neue Marktanforderungen bedienen zu können. Dazu gehört die Investition in neue, energieeffiziente Maschinen, die größere Dimensionen verarbeiten können. Die größte neue Anlage hat eine Länge von rund 50 Metern und erweitert das Fertigungsspektrum deutlich.
Maßnahmen zur Energieeffizienz und CO₂-Reduktion
Parallel dazu werden weitere Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen umgesetzt, darunter der Einsatz energieoptimierter Heiztechnik, Luft-Luft-Wärmepumpen in den Bürobereichen sowie Luftwärmepumpen für die Produktionshalle und die thermische Trennung der Produktionsbereiche in unbeheizte Lagerflächen und beheizte Produktionshallen. Energetische Dämmmaßnahmen zwischen den Hallenbereichen tragen zur Reduzierung des Energieverbrauchs bei. Insgesamt sollen dadurch fossile Energieverbräuche vermieden und jährlich mehr als 70 Tonnen CO₂-Äquivalente eingespart werden.
Digitalisierung und Energiecontrolling im Unternehmen
Ein neu eingeführtes Energiecontrolling unterstützt die transparente Steuerung der Energieverbräuche. Zudem erhöht E.L.F. mit der Einführung eines neuen ERP-Systems den Digitalisierungsgrad im Unternehmen, unter anderem durch die weitere Umsetzung papierloser Prozesse.
Standortbekenntnis und Perspektiven für Beschäftigung
„Mit diesem Investitionsprogramm bekennen wir uns klar zum Standort Holzminden und schaffen die Voraussetzungen für weiteres Wachstum“, sagt Klaus Brüggemann, geschäftsführender Gesellschafter der E.L.F. Hallen- und Maschinenbau GmbH. „Gleichzeitig investieren wir gezielt in Energieeffizienz, Digitalisierung und zukunftsfähige Produktionsstrukturen.“
Im Zuge der Investitionen werden bestehende Arbeitsplätze gesichert und schrittweise neue geschaffen – sowohl in der Produktion als auch in Verwaltung und Ausbildung. Perspektivisch rechnet das Unternehmen mit einem Personalzuwachs von rund zehn Prozent. Die Baugewerke werden überwiegend an Unternehmen aus der Region vergeben, darunter die Heine GmbH aus Holzminden für den Tiefbau sowie Hartmann Bau aus Borgentreich als Bauunternehmen.
